House Flipper ist ein schöner Handwerkersimulator. Als Anfänger arbeitet man sich hier mit dem eigenes Geschäft hoch. Aus einer kleinen Bruchbude heraus, werden Mitmenschen am Ende schöne, wohnliche Häuser hinterlassen.
Der Einstieg ist leicht verständlich, da die Funktionalität des Spiels unkompliziert ist und die Erklärungen Hand in Hand mit dem Fortschritt gehen. Die frühen Aufträge bestehen einfach darin, ein oder mehrere Zimmer zu entrümpeln und ordentlich durchzufegen. Die Kundenaufträge bestehen aber auch schon bald aus dem Wunsch, die Wände neu zu streichen, sie zu fliesen oder zu tapezieren.
Leider bleibt das Fliesen eine reine Geduldsprobe. Eine Fliese wird aufgenommen und ein kleines Stück der Wand wird gefliest, die nächste Fliese muss aufgenommen und dann aufgetragen werden. Dagegen geht das Streichen und Bödenverlegen schneller. Fürs Streichen wird die Farbe via RZ-Taste mit dem Farbroller aufgenommen und mit einer Ladung können direkt mehrere Wandreihen gestrichen werden. In Verbesserungen können Fähigkeitspunkte verteilt werden, damit wird gekaufte Farbe noch effizienter genutzt. Beim Fliesen wird lediglich die Geschwindigkeit des Auftragens erhöht. Ähnlich verhält es sich beim Anbringen von Paneelen.
Kundenwünsche beinhalten später auch, Räume teilweise oder komplett einzurichten. Eine neue Wohnküche, aus den Räumlichkeiten der toten Oma ein komplettes Badezimmer und einen Hobbyraum für den Ehemann machen. Für jeden Raum werden die einzelnen Aufgaben rechts im Bild angezeigt. Leider wird das Erledigen dieser Aufgaben teilweise durch die deutsche Übersetzung oder das Programm selbst erschwert. So wird ein Farbton verlangt, den es in der Auswahl für Wandfarben nicht gibt. Man weiß also nicht, was das Spiel meint, weshalb es sich empfiehlt, es auf Englisch zu spielen. Es gibt aber noch andere Schwierigkeiten. Irgendwann werden zum Beispiel die Aufgaben für die Räumlichkeiten nicht richtig geladen oder Objekte gar nicht angezeigt. Um dies zu bereinigen, muss das Spiel dann neugestartet werden.
Jeder erfüllte Auftrag bringt Kohle. Diese kann ins eigene Büro gesteckt, oder neue Objekte/ganze Häuser können erworben werden. Die meisten erwerbbaren Häuser sind natürlich baufällig - und wir sollen renovieren. Jeder Schritt, der getan wird, wird von Interessenten kommentiert. Und interessierte Käufer haben unterschiedliche Bedürfnisse. Der eine braucht nicht viel Platz, aber auf jedenfall ein Schlafzimmer mit Doppelbett. Eine andere besteht auf größere Bequemlichkeiten, ein eigenes Büro oder sogar eine Sauna.
House Flipper ist gut gedacht, aber nicht konsequent gut umgesetzt worden. Spielidee und Gameplay könnten den Titel locker für mehrere Wochen tragen, und über die eher simple Präsentation sähe man getrost hinweg, würde nicht die Umsetzung mancher Arbeitsschritte für Unmut sorgen